Motorradbatterie laden in 5 Schritten + wichtige Sicherheitshinweise

Die Motorradbatterie ist ein wichtiges Teil bei jedem Motorrad und sollte dementsprechend behandelt werden. Ohne eine volle Batterie ist es schwierig das Motorrad zu bewegen. Vor allem in den Wintermonaten kann die richtige Pflege den Unterschied machen. Welche weiteren Faktoren bei einer Motorradbatterie eine Rolle spielen, wird im folgenden Artikel erwähnt.

Wie kann ich eine Motorradbatterie (ohne und mit) Ausbau laden?

Um die Batterie aufladen zu können, muss sie zunächst aus dem Motorrad ausgebaut werden. Wer nicht weiß, wo sich die Batterie befinden, kann einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen. Zunächst muss das Kabel vom Minuspol abgetrennt und anschließend vom Pluspol getrennt werden. Bei einer verschmutzten Batterie sollte diese zunächst mit einem Putzlappen und klarem Wasser gereinigt werden.

Danach wird am Minuspol der Batterie das Ladegerät angeschlossen. Dann den Pluspol abklemmen und das Ladegerät in die Steckdose stecken. Sobald die Batterie aufgeladen ist, sollte zuerst der Netzstecker entfernt werden und am Ende der Minuspol und anschließend der Pluspol des Ladegeräts.

Motorradbatterie ohne Ausbau laden

Bei einigen Motorrädern kann die Batterie auch ohne einen vorherigen Ausbau geladen werden. Dies hängt stark von dem individuellen Ausbau ab. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob dies bei Ihrem Motorrad möglich ist, sollten Sie vorher einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen.

Folgende Schritte sind für das Laden ohne Ausbau notwendig:

  1. Um eine Motorradbatterie ohne Ausbau zu laden, müssen zunächst der Schlüssel abgezogen und der Notschalter aktiviert werden.
  2. Daraufhin wird die Batterie abgeklemmt.
  3. Die Anschlüsse werden gesäubert.
  4. Das Ladegerät kann nun mit der Batterie verbunden werden.
  5. Die Batterie wird geladen.

Wichtige Tipps und Sicherheitshinweise!

Wichtige Hinweise zum Umgang mit Motorradbatterien!
  • Batterie nur mit destilliertem Wasser befüllen!
  • Batteriefett erst nach dem Anschließen aufbringen!
  • Bei angeschlossenem Ladegerät niemals die Zündung starten!
  • Beim Lagern der Batterie im Winter darauf achten, dass sie geladen ist!

Wo liegen die Vor- und Nachteile, die Batterie vorher auszubauen?

Vorteile

  • Batterie friert während des Winters nicht ein
  • Motorradbatterie lässt sich im Keller lagern und erleidet keinen Schaden
  • Lebensdauer wird verlängert

Nachteile

  • Ausbau könnte für unerfahrene Motorradfahrer etwas kompliziert sein

Wie viel Volt wird für das Laden einer Motorradbatterie benötigt?

Wie auch bei normalen Batterien kann eine zu hohe Ladung die Batterie zerstören. Bei Motorradbatterien liegt das Limit bei ungefähr 14,4 Volt. Gut geeignet zum Aufladen sind Ladegeräte, bei denen der Ladestrom weniger als 1 Ampere beträgt. Bei dieser Art von Ladegerät sinkt der Ladestrom mit der Zeit bis er die 14 Volt erreicht hat. Danach wird die Ladung nur noch ersetzt, welche die Batterie durch die Selbstentladung verliert. Zusätzlich bekannt unter dem Fachbegriff “Erhaltungsladung”.

Wie lange muss eine Motorradbatterie geladen werden?

Da es unterschiedliche Arten von Batterien gibt, lässt sich diese Frage nicht so einfach beantworten. Mithilfe von Mathematik lässt sich die Ladezeit ohne Probleme berechnen. Benötigt werden lediglich die Daten von Ladegerät sowie Batterie, welche auf den Typenschildern wiederzufinden sind. Im Schnitt verfügt die Batterie eines Motorrads über eine Kapazität von etwa 12 Amperestunden (AH). Das Ladegerät hingegen um etwa 300 Milliampere (mA). Anschließend werden aus den beiden Werten die Ladezeit errechnet. Hier muss nur die Kapazität des Akkus durch den Ladestrom geteilt werden. Das unten genannte Beispiel lässt sich auf jede andere Batterie übertragen.

Beispiel: 12.000 mAh / 300 mA = 40 Stunden

Bei einem elektronischen Ladegerät braucht man sich grundsätzlich keine Sorgen über die Ladezeit machen. Diese schalten ab, sobald die Batterie des Motorrads vollständig geladen wurde. Bei einem einfachen Ladegerät sieht es etwas anders aus. Dort sollte die oben genannte Formel als Hilfe genommen werden.

Welche Ladegeräte eignen sich für das Aufladen?

Auf keinen Fall darf man Ladegeräte, die für ein Auto bestimmt wurden, an einer Motorradbatterie anwenden! Der enorm starke Ladestrom ist für die kleinen Motorradbatterien ungeeignet. Im Großen und Ganzen darf der Ladestrom vom Ladegerät 1/10 der Batteriekapazität nicht übersteigen. Sollte die Batterie eine Kapazität von 10 Ah haben, darf der Ladestrom maximal 1 Ampere betragen. Auch ein kleinerer Ladestrom ist in Ordnung. Ein Großteil der Motorradbatterien kommt mit einem Ladestrom von ungefähr 0,8 Ampere aus.

Außerdem werden zwischen 2 unterschiedlichen Arten von Ladegeräten unterschieden:

1) einfache Ladegeräte

Einfache Ladegeräte liefern den Ladestrom solange, bis die Batterie abgeklemmt wird. Deswegen sollte die Ladezeit stets im Auge behalten werden. Denn zu lange Ladezeiten verursachen Störungen an der Batterie.

2) elektronische Ladegeräte

Die zweite und bessere Variante sind elektronische Ladegeräte. Sie passen ihren Ladestrom an die Kapazität und Zustand der jeweiligen Motorradbatterie an. Dadurch wird vor allem schonendes Laden gewährleistet. Sobald die Batterie vollständig aufgeladen wurde, schaltet sich das Ladegerät von alleine aus. Elektronische Ladegeräte schonen nicht nur die Batterie, sondern erhöhen gleichzeitig die Lebensdauer. Generell sollte jede Batterie während des Ladens vom Motorrad abgeklemmt werden.

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  • 【Mehrfachschutz】 Das Ladegerät besitzt Multi-Schutz vor Verpolung (für positiven und negativen Anschlussfehler), Überhitzung (Eingebauter Kühlerventilator), Überspannung, Überlastung und Kurzschluss, um die Schädigung der Batterie bei der Fehlerbedienung zu verhindern.

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Was sollte beim Laden im Winter beachtet werden?

Motorradbatterien können für etwa 5 Jahre genutzt werden. Danach werden sie unbrauchbar und erzielen nicht mehr die gleiche Leistung wie zu Beginn. Ein großes Hindernis für jede Motorradbatterie ist der Winter. Die Temperaturen liegen dort meist unter dem Gefrierpunkt, welches der Erzfeind von Batterien ist. Manche Batterien können während dieser Jahreszeit komplett einfrieren. Deswegen wurden spezielle Ladegeräte entwickelt, welche die Batterie sicher durch den Winter bringen. Dabei handelt es sich um das sogenannte Erhaltungsladegerät. Wie der Name bereits vermuten lässt versucht das Gerät die Batterie über den Winter funktionsfähig zu halten. Das Gerät lädt die Motorradbatterie mit einem schwachen Strom. Allerdings kosten solche Geräte einiges an Geld und stecken voller Elektronik.

Nichtsdestotrotz sollte man sich darüber keinen allzu großen Kopf machen. Nicht immer wird ein spezielles Gerät dafür benötigt. Worauf es zu achten gibt, wird im Folgenden erklärt.

Beim einmotten des Motorrads wird zunächst die Batterie komplett ausgebaut, komplett aufgeladen und anschließend in den Keller gestellt. Im Frühjahr sollte die Batterie noch einmal komplett geladen werden, also kurz vor der ersten Tour mit dem Bike. Danach in das Motorrad einbauen und das neue Saisonabenteuer starten. Durch diesen Trick wird der Kauf eines speziellen Entladegeräts nicht immer notwendig.

Tipp!
Viele Fahrer lassen die Batterie während des Winters im Motorrad und lassen das Bike nur ab und zu an. Das Motorrad sollte in kalten Jahreszeiten nicht im Leerlauf laufen gelassen werden. Damit wird nur das Gegenteil erreicht. Für die Batterie hat es keine Konsequenzen, jedoch für den Motor. Der erleidet durch mehrmaliges im Stand laufen einen Schaden. Deswegen die Batterie komplett ausbauen, einmal aufladen, in den Keller verstauen, vor der ersten Fahrt noch einmal aufladen und dann in das Motorrad einbauen.

Fazit

Motorradbatterien sind für jedes Motorrad wichtig. Deswegen sollten diese auch gut gepflegt werden. Über den Winter sollten die Batterien komplett ausgebaut und einmal aufgeladen werden. Danach im Keller lagern bis der Frühling anbricht. Weiterhin empfehlen sich elektronische Ladegeräte, da sie nur solange laden bis die Batterie des Motorrads vollständig geladen wurde.